Hier finden Sie - in einzelne Kapitel unterteilt - die Entstehungsgeschichte
unserer Kirche.
Zuerst wird die Entstehung der weltweiten Kirche des Nazareners beschrieben und
später noch auf die Entstehung unserer Kirche in Deutschland eingegangen.
Von Edwin de Jong
In der zweitausendjährigen Geschichte der Kirche gab es immer wieder Menschen,
die durch Gott benutzt wurden, die Kirche Jesu Christi entscheidend zu
verändern.
Martin Luther, der durch die Betonung der Gnade und des Glaubens am Anfang des
16. Jahrhunderts die Reformation herbeiführte, war sicher solch eine Person. Die
Ideen Luthers
verbreiteten
sich schnell über ganz Europa, und sollten 200 Jahre später eine große Rolle im
Leben eines englischen Theologen spielen: John Wesley.
Wenn wir etwas über die Geschichte der Kirche des Nazareners lernen wollen,
müssen wir mit Wesley anfangen. John Wesley wurde 1703 als 15. von insgesamt 19
Kindern geboren. Wesley nahm den Glauben sehr ernst. Während seines
Theologie- studiums traf er sich regelmäßig mit anderen Studenten zum
Bibelstudium, aber trotzdem fehlte ihm jahrelang eine persönliche Beziehung zu
Jesus. Das änderte sich 1738.
Am 24. Mai besuchte Wesley eine Bibelstunde in London, wo Luthers Einführung zum
Römerbrief vorgelesen wurde. Während er zuhörte, wurde sein Herz durch Gott
erfüllt, was zu einem geistlichen Durchbruch führte.
Wesley begann jetzt mit neuem Eifer eine Botschaft von Gottes Gnade und völliger
Heiligung zu predigen. Als er merkte, dass die Türen der Kirche ihm zunehmend
verschlossen wurden, fing er an, das Wort Gottes unter freiem Himmel zu
verkündigen. Bis zu seinem Tod 1791 predigte Wesley unermüdlich. Es wird
geschätzt, dass er in seinem Leben mindestens 40.000 mal gepredigt hat, manchmal
bis zu fünfmal am Tag. Es ist in dieser Predigtarbeit von Wesley begründet, dass
die Methodisten ihren Ursprung finden.
Durch die vielen Menschen, die im 18. Jahrhundert nach Amerika zogen, kamen auch
die Methodisten und die Ideen Wesleys in die neue Welt. Es war ausschließlich
die Verbreitung der Heiligungslehre in Amerika, die zu der ersten Kirche des
Nazareners geführt hat.
Von Edwin de Jong
Als im 18. Jahrhundert immer mehr Menschen aus Europa nach Amerika auswanderten,
verbreitete sich die Heiligungslehre, die John Wesley so unermüdlich gepredigt
hatte, langsam in der Neuen Welt. Der Anfang der Methodisten in Amerika war
schwierig, aber nach und nach entdeckten die Menschen die geistliche Wahrheit
der Heiligungslehre. Unter der Leitung von Francis Asbury wuchs die
Methodistenkirche am Anfang des 19. Jahrhunderts rasant.
Leider verpuffte diese positive Entwicklung der Methodisten in Amerika nach
einigen Jahrzehnten zusehends. Durch die Institutionalisierung der Kirche
wuchsen die Methodisten immer langsamer, und die Heiligungslehre wurde im Großen
und Ganzen vernachlässigt. Diese Tendenz wurde durch eine Heiligungserweckung
von 1861 bis 1865 kurz aufgehalten, aber am Ende des 19. Jahrhundert gab es
innerhalb der Methodistenkirche eine zunehmende Ablehnung der wesleyanischen
Heiligungslehre.
Weil
das Bild eines Heiligungspredigers innerhalb der offiziellen Methodistenkirche
immer seltener wurde, verließen viele Menschen aus Unzufriedenheit die Kirche
und gründeten unabhängige Heiligungskirchen. In diesem Kontext der unabhängigen
Heiligungs- kirchen begegnen wir Phineas Bresee und finden wir den Ursprung der
Kirche des Nazareners.
Bresee wurde 1838 in New York geboren und bekehrte sich mit 18 in einer
Methodistenkirche. Fünf Jahre später wurde er als Pastor ordiniert und arbeitete
unablässig und mit großem Eifer für die Kirche als Pastor und
Heiligungsprediger. Diese fruchtbare Zusammenarbeit fand aber 1895 in
Kalifornien ein Ende. Als Bresee verboten wurde, noch länger die Heiligungslehre
zu predigen, beschloss er schweren Herzens, die Kirche zu verlassen.
Aber gerade in dem Augenblick, als Bresee, 58 Jahre alt, sein geistliches
Zuhause verloren hatte, wurde er durch eine Gruppe von Menschen eingeladen,
Pastor einer neuen und unabhängigen Heiligungskirche zu werden. Der erste
Gottesdienst fand am 6. Oktober 1895 in Los Angeles statt, und drei Wochen
später wurde die kleine Kirche offiziell mit 86 Mitgliedern als Kirche des
Nazareners organisiert. Es war ein kleiner Anfang, der mit Gottes Hilfe zu etwas
Großem wachsen sollte.
Von Edwin de Jong
Im Oktober 2008 feiert die weltweite Kirche des Nazareners ihr 100-jähriges
Jubiläum. Wenn wir zurückrechnen, wird uns klar, dass 1895, als unter Leitung
von Bresee die erste Kirche des Nazareners gegründet wurde, nicht als
offizielles Anfangsdatum der Kirche gilt. Das kam so:
In
einer Zeit, in der es viele kleinere und unabhängige Heiligungskirchen in
Amerika gab, wuchs langsam das Bedürfnis, durch Zusammenschluss verschiedener
solcher Kirchen, die Kräfte zu bündeln. Nach vielen Gesprächen wurde im Oktober
1908 in Pilot Point, Texas der Zusammenschluss von drei schon etwas größeren
Denominationen beschlossen, weil sie erkannten, dass sie trotz organisatorischer
und theologischer Unterschiede eine gemeinsame Vision hatten.
Eine dieser drei war die Kirche des Nazareners, die in zwölf Jahren schon bis
auf 52 Gemeinden gewachsen war. Der Name der neu entstandenen Denomination war
Kirche des Nazareners.
Bald nach diesem positiven Anfang kam eine schwere Zeit auf die Kirche zu. Nach
dem Ersten Weltkrieg veränderte sich die Gesellschaft rasant. Neue Entwicklungen
wie Radio, Kino und weltliche Musik und Mode wurden durch viele Christen
abgelehnt, weil sie darin eine Gefahr für die Gesellschaft und die Kirche sahen,
und viele wurden durch den aufkommenden Fundamentalismus beeinflusst. Die Kirche
des Nazareners hat sich vom Fundamentalismus immer distanziert, aber bald
tauchte die nächste Herausforderung auf.
In den 30er Jahren wurden die ökonomischen Folgen des Börsenkrachs von 1929 auch
in der Kirche immer deutlicher bemerkbar. Missionare bekamen ihren Gehaltsscheck
mit der Post zugesandt, aber als die Post nach längerer Zeit ankam, war der
Scheck nur noch die Hälfte wert!
In diesen schwierigen Jahrzehnten hat die Entschlossenheit unserer
amerikanischen Geschwister die Kirche durchgetragen. Dazu beigetragen hat auch
vor allem die Bereitschaft, die Kirche bis über die Schmerzgrenze hinaus, mit
Spenden zu unterstützen.
1940 hatte die Kirche knapp 3000 Gemeinden, aber, abgesehen von wenigen
Gemeinden auf dem Missionsfeld, waren die meisten dieser Gemeinden innerhalb
Amerikas zu finden. Das sollte sich aber bald ändern. Ein schreckliches Ereignis
wie der Zweite Weltkrieg sollte durch Gottes Eingreifen dazu beitragen, dass die
Kirche des Nazareners sich wirklich zu einer internationalen Kirche entwickelte.
Von Edwin de Jong
Die Aussage, dass Gottes Wege unergründlich sind, ist nicht nur irgendein
Klischee, sondern eine Wahrheit die viele Menschen schon in ihrem eigenen Leben
entdeckt haben. Gerade wenn wir denken, dass alles gegen uns und die Situation
hoffnungslos ist, zeigt Gott seine Größe und wendet das Negative zum Positiven.
Genau das passierte mit dem Zweiten Weltkrieg und bewirkte die
Internationalisierung der Kirche des Nazareners. Bis zum Anfang des Zweiten
Weltkrieges hatte die Kirche des Nazareners Missionare in 19 verschiedenen
Ländern. Die Missionsgebiete konzentrierten sich vor allem auf Mittel- und
Südamerika und Afrika, aber es gab auch Missionsstationen in England, Indien,
China, Japan, und Israel. Das wichtigste Augenmerk der Kirche blieb in dieser
Zeit aber ganz klar Amerika.
Als die USA sich aber 1941 am Krieg beteiligten, wurden viele Nazarener als
Soldaten in die ganze Welt geschickt. Weil viele Amerikaner auch nach dem Krieg
noch lange im Ausland stationiert waren, wuchs das Bedürfnis nach Kirchen des
Nazareners in den verschiedensten Regionen dieser Welt. Einige Zahlen machen
vieles deutlich: von 1944 bis 1948 wuchs die Zahl der Missionare in der Kirche
von 78 auf 204 und die Anzahl der Nazarener außerhalb Amerikas wuchs im gleichen
Zeitraum um 100 % von 14000 auf 28000.
Natürlich
war der Zweite Weltkrieg nicht der einzige Grund für dieses Wachstum der Kirche
außerhalb Amerikas, aber er hat maßgebend dazu beigetragen. Was aber noch viel
wichtiger war ist, dass es langsam ein Umdenken innerhalb der Kirche gab. Als am
Anfang die Kirche in den verschiedenen Ländern noch als typische Missionskirche
gesehen wurde, wuchs über die Jahrzehnte die Einsicht, dass die Kirche, um
wirklich eine internationale Kirche werden zu können, sich auch organi- satorisch
ändern müsste.
Guatemala wurde 1974 der erste reguläre Bezirk außerhalb der USA, und als 1981
die Kirche in Weltregionen aufgeteilt wurde, wurden viele administrative und
organisatorische Befugnisse dezentralisiert. Die Statistiken erzählen eine
Geschichte der kontinuierlichen Inter- nationalisierung: 2007 wohnten über 62 %
aller Nazarener außerhalb von Amerika.
Die erste Kirche des Nazareners auf dem Festland Europas öffnete 1948 in Italien
ihre Türen. Zehn Jahre später kam die Kirche auch nach Deutschland und wir
dürfen im Jahr 2008 das 50. Jubiläum feiern. Mit den Worten von Psalm 103 dürfen
wir sagen, „Lobe den Herrn!“
Am
6. April 2008 feierte die Kirche des Nazareners in Deutschland ihr 50-jähriges
Bestehen. Ehrengäste bei den Feierlichkeiten in Frankfurt in der Gemeinde
Hügelstraße waren u. a. Dr. Jerald D. Johnson und seine Frau Alice, die 1958 mit
ihren Kindern nach Deutschland kamen, um die Arbeit hier zu beginnen. Doch bevor
es so weit war, war die Kirche des Nazareners in Deutschland nur ein Wunschtraum
einiger in der Verantwortung stehender Kirchenleiter.
Schon einige Zeit nach Beendigung des Ersten Weltkrieges stellten die
Evangelisten Theodor und Minnie Ludwig einen Antrag an den General Board
(Hauptvorstand) der Kirche des Nazareners, um mit der Arbeit in Deutschland
beginnen zu können. Diesem Antrag konnte damals aus Geldmangel nicht zugestimmt
werden. Ein weiterer Antrag wurde 1928 von Rev. Johannes Karlson gestellt. In
einem Bericht der Missionszeitschrift „The Other Sheep“ aus dem Jahre 1928 war
folgendes zu lesen: „Deutschland und das westliche Russland rufen nach der
Kirche des Nazareners in der Person von Rev. Johannes Karlson, welcher wünscht,
unter diesen Menschen zu evangelisieren und zu missionieren. Er berichtet, dass
viele Menschen auf die Heiligungsbotschaft in ihren Ländern warten, und sich
gerne einer Kirche mit einer solchen Botschaft anschließen würden.“ Noch
immer standen der Kirche die finanziellen Mittel nicht zur Verfügung. Doch die
Anträge, mit der Arbeit in Deutschland zu beginnen, waren nicht vergessen noch
abgelehnt worden.
Einige Jahre nach Beendigung des Zweiten Weltkrieges gab es bei vielen
Nazarenern in den USA noch immer den Wunsch, auch in Deutschland mit der Arbeit
der Kirche zu beginnen. Besonders Soldaten und Militärseelsorger waren daran
interessiert und boten für diesen Fall ihre Unterstützung und Mithilfe an.
Schließlich wurde 1957 Dr. Hardy C. Powers vom Vorstand der
Generalsuperintendenten, im Rahmen seines Aufenthaltes in Großbritannien, dazu
beordert, eine Reise durch Westdeutschland zu unternehmen. Hierbei sollte er die
jeweiligen Gegebenheiten und Situationen für den Beginn der neuen Arbeit
erforschen.
Er war sehr beeindruckt von dem, was er zu sehen bekam. Für ihn war die Zeit
reif, um in Deutschland die Kirche des Nazareners ins Leben zu rufen. Konnte es
eine größere Herausforderung geben, als 1958 im Jahr des 50-jährigen Bestehens
der Kirche, hier im Herzen Europas die Arbeit zu starten?
Bei der nächsten Zusammenkunft des Hauptvorstandes wurde dieses Vorhaben in
Angriff genommen und Jerald Johnson, erfolgreicher Pastor der First Church in
Eugene, Oregon, angefragt, ob er diese Aufgabe übernehmen würde. Dieser nahm den
Auftrag begeistert an. Da die Unterstützung von Seiten der Kirche für dieses
bedeutsame Unternehmen gesichert war, machten sich Jerald Johnson und seine
Familie im März 1958 auf die Reise nach Deutschland. Ihr Auftrag lautete, die
Arbeit in Mitteleuropa von Frankfurt aus zu starten.
Nur zehn Tage brauchte Familie Johnson um eine Wohnung in Frankfurt zu mieten,
und das, obwohl Wohnungen knapp waren. Nach nur zwei Monaten trafen sich schon
einige der Nachbarn von Johnsons, zum wöchentlichen Bibelstudium, in deren
Wohnzimmer. Zu den ersten Freunden gehörte auch Jonny, ein 16-jähriger Junge,
den sie als Pagen im Hotel kennen gelernt hatten. Dieser war eifrig dabei,
Englisch zu lernen, die Johnsons halfen ihm gerne dabei. Das war für beide
Seiten von großem Nutzen. Jonny hatte viele Kontakte und lud viele seiner
Freunde und Bekannte zu den Gottesdiensten ein, die in der Wohnung von Johnsons
in Eschersheim gefeiert wurden.
Pastor Johnson schrieb seine Predigten in Deutsch und ließ sie zunächst von
einem Deutsch- lehrer korrigieren, bevor er sie vortrug. Er hatte das Ziel, in
sechs Monaten deutsch zu predigen und schaffte es dann schon in fünf
Monaten.
An der Hügelstraße konnte bald ein ausgezeichnetes Stück Bauland erworben
werden. Ein alteingesessener Landwirt verkaufte das Grundstück zu einem für die
Kirche erschwinglichen Preis. Zunächst wurde ein Wohnhaus für die
Pastorenfamilie gebaut. Eine bestehende und geräumige Doppelgarage wurde in
einen kleinen Kirchsaal umgebaut, der groß genug war um mit sechzig Leuten einen
Gottesdienst zu feiern. Die Zahl der Gottesdienstbesucher wuchs stetig an und so
konnte im Herbst 1958 die Gemeinde Frankfurt-Hügelstraße mit sechs Mitgliedern
offiziell gegründet werden.
Dann
begann man mit dem Bau des großen Kirchengebäudes an der Hügelstraße. 1964 über
gab Pastor Johnson die Gemeindeleitung an Pastor Richard Zanner, um als
vollzeitlicher Bezirkssuperintendent zu dienen. Nach 11 Jahren Pionierdienst
in Deutschland verabschiedete sich Familie Johnson 1969, um einen Dienst in USA
zu übernehmen.
Von Frankfurt aus wurde dann die Arbeit in anderen Städten begonnen. Erste
Gemeinden entstanden in Kaiserslautern, Wuppertal, Stuttgart, Hanau, Berlin.
Darüber hinaus auch in Holland und Dänemark. Gleichzeitig wurde auch die erste
Bibelschule in Frankfurt eröffnet.
Im Jahr 1969 war Pastor Johnson fest davon überzeugt, dass es für den Bezirk an
der Zeit war, dass ein Deutscher die Leitung übernehmen sollte. Als er Pastor
Richard Zanner seine Gedanken vortrug, war dieser wie vom Blitz getroffen.
Richard Zanner war mit Leidenschaft Pastor der Gemeinde Hügelstraße und fühlte
sich noch nicht bereit für eine solche Aufgabe. Doch das Paulus-Wort aus
Philipper 4, 13 machte ihm Mut: „Ich vermag alles durch den, der mich mächtig
macht, Christus.“ Und so stellte sich Richard Zanner als Nachfolger von Pastor
Johnson zur Wahl als Bezirkssuperintendent des damals Mitteleuropäischen
Bezirks. Auch er diente dem Bezirk für 11 Jahre und wurde am 1. Juli 1980 nach
Afrika ausgesandt, um dort die Gesamtleitung der Afrika-Region unserer Kirche zu
übernehmen. Während seiner Amtszeit wurde auch unsere Gelnhäuser Gemeinde
gegründet.
Richard
Zanners Nachfolger war Pastor Hugo Danker. Hugo Danker war viele Jahre
erfolgreicher Pastor der Hanauer Gemeinde und diente vor seiner Amtszeit als
Bezirkssuperintendent als Sekretär für Gemeindewachstum und Evangelisation.
Dieses Amt führte ihn in alle Gemeinden des Bezirks, so dass er eine gute
Kenntnis der Gemeinden besaß, noch bevor er als Bezirkssuperintendent gewählt
wurde. Auch während Hugo Dankers Amtszeit wurden neue Gemeinden gegründet.
Pastor Thomas Vollenweider folgte ihm 1987. Thomas Vollenweider war zunächst
Assistenzpastor von Pastor Tim Kauffman in Berlin-Grunewald und gründete die
Jakobus- Gemeinde in Berlin-Lichtenrade. Die „Wende“ mit dem Mauerfall in Berlin
fiel in seine Amtszeit und eröffnete neue Möglichkeiten für die kirchliche
Arbeit. Erste Gemeinden wurden im Osten des Landes begonnen. Unter seiner
Initiative entstand auch das Hilfswerk ICHTHYS in Mahlow bei Berlin.
Am Kirchentag 1997 war es dann soweit: Nach eingehender Erörterung wurde der
Beschluss gefasst, den Deutschen Bezirk in einen Südwestdeutschen und einen
Nordostdeutschen Bezirk aufzuteilen. Die Bezirksteilung wurde am
Jubiläumskirchentag im März 1998 in Frankfurt vorgenommen. Thomas Vollenweider
wurde Bezirkssuperintendent im Nordostdeutschen Bezirk und Hans-Günter Mohn
wurde zum Bezirkssuperintendenten des Südwestdeutschen Bezirks gewählt.
Nachdem Philip McAlister zwei Jahre als Interims-Superintendent den Bezirk
leitete, wurden genau 10 Jahre später, am Bezirkskirchentag 2008, anlässlich des
50-jährigen Bestehens der Kirche des Nazareners in Deutschland wieder beide
Bezirke vereint. Als Bezirkssuperintendent wurde Pastor Martin Wahl gewählt, der
sein Amt neben seiner Tätigkeit als Pastor der Johannes- Gemeinde in Berlin
ausübt.
Die komplette obige Dokumentationsreihe zur Entstehung unserer Kirche und der Arbeit in Deutschland, können Sie hier als PDF herunterladen:
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"Entstehungsgeschichte der weltweiten KdN" und "Die Entstehung der KdN in Deutschland" (PDF, 0,55MB) |