Christsein lebt aus Beziehungen, der Beziehung zu Gott und zu unseren
Mitmenschen. Deshalb ist die Kirche des Nazareners in Gelnhausen vor allem eine
Familie. Keine perfekte Familie, aber eine die unterstreicht:
Christsein ist
eine fröhliche Sache: Mit Jesus können wir froh sein, auch in schweren Tagen. Er
hat für jeden die Schuldfrage gelöst. Deshalb können wir einander annehmen, wie
wir sind.
Christsein ist
ein persönliches Geschenk: Gott, der Vater liebt uns persönlich. In Jesus
Christus bietet er jedem Leben in seiner ganzen Fülle an – und schenkt es uns!
Zudem eröffnet
Christsein konsequentes Leben: Die Bibel ist dabei höchste Autorität. Und Gottes
Geist leitet uns, ihre Prinzipien umzusetzen.
Zentrum des Gemeindelebens ist der Gottesdienst. In ihm hören wir auf Gott,
sprechen zu ihm im Gebet und loben ihn durch fröhliches und frisches Singen.
Eine zeitgemäße Predigt ermutigt, täglich neu mit Gott zu leben.
Die Kinder haben einen besonderen Platz im Leben der Gemeinde. Für sie gibt es
sonn- und wochentags verschiedene Angebote. Wie in den anderen Bereichen auch
ist jeder willkommen, ob er nun "fest dazugehört" oder nicht.
Viele Menschen sind allein oder fühlen sich allein gelassen. Darum bieten wir
Interessengruppen an. Dort treffen sich im kleinen Kreis Jugendliche, Frauen,
Männer, Ehepaare, Alleinstehende, Senioren und andere. Oft entstehen
Freundschaften, die auch in schweren Zeiten halten.
Das ganze Gemeindeleben soll Ihnen so dienen, dass Sie sich daheim fühlen. Darum
nochmals herzlich willkommen in der Familie der Kirche des Nazareners!
1. Warum haben Sie einen so seltsamen Namen?
Einer der ersten Leiter der Kirche des Nazareners wollte vor allem den Armen,
Verachteten und Benachteiligten dienen. Er war überzeugt: "Der Name 'Nazarener'
symbolisiert den leidenden, verachteten Dienst von Jesus Christus. Seine Feinde
haben dies als Spottnamen benutzt. Die Kirche des Nazareners konzentriert ihre
Arbeit auf all die, denen das Leben übel mitgespielt hat, und auf alle, die frei
von Sünde werden wollen". Dies ist auch heute noch eine Grundüberzeugung der
Kirche.
2. Was unterscheidet Sie von andern Kirchen?
Die Kirche des Nazareners gehört zur "Vereinigung Evangelischer Freikirchen".
Freikirchen vertreten (im Gegensatz zu sog. Sekten) keine Sonderlehren. Sie
zeichnen sich vor allem durch ein anderes Organisationsverständnis aus:
Sie vertreten dem Staat gegenüber das Prinzip der Selbstverwaltung und
Selbstfinanzierung. Das heißt, sie verzichten auf die Kirchensteuer und leben
von freiwilligen Spenden der Mitglieder und Freunde. Zur Mitgliedschaft
eingeladen sind Menschen, die bewusst nach den Prinzipien der Bibel leben und
Jesus Christus als Herr und Leiter ihres Lebens akzeptieren.
3. Woher wollen Sie, wissen, ob jemand so bewusst mit Gott lebt?
Natürlich kann niemand einem andern ins Herz blicken. Aber der oder die einzelne
sollte durch sein bzw. ihr Verhalten darstellen, was es heißt, nach Gottes
Prinzipien zu leben. Dabei geht es nicht darum, andere zu richten, sondern sie
zu ermutigen, mit Gott zu leben.
4. Wäre es nicht besser, es gäbe nur eine Kirche?
Vielleicht, allerdings gibt es zwischen den christlichen Kirchen schon immer
Unterschiede. Sie hängen ab von Kultur, Geschichte, persönlichem Erleben und
mehr. Entscheidend ist nicht, dass alle im selben Gebäude sitzen und denselben
Namen tragen, sondern ob sie denselben Herrn lieben und ihm dienen. Natürlich
arbeitet die Kirche des Nazareners dabei auch mit anderen Gemeinden zusammen.
5. Arbeiten Sie nur in Deutschland?
Nein, die Kirche des Nazareners arbeitet mittlerweile in 151 Ländern mit etwa
700 Missionaren und zahlreichen einheimischen Mitarbeitern (Stand 2006). Sie ist
überzeugt, dass Glaube und Leben eines Christen untrennbar zusammengehören.
Darum engagiert sie sich auf vielen Gebieten für andere.
Dazu gehören Grund- und weiterführende Schulen, theologische und allgemeine
Fachschulen und Universitäten, Krankenhäuser und Polikliniken, Katastrophen- und
Entwicklungshilfe und vieles andere mehr.
Dabei sollen Menschen befähigt werden, selbstständig und selbstverantwortlich zu
handeln. Das gilt für die Missionsarbeit und anderen Dienste, aber auch intern.
Deshalb ist die Kirche demokratisch aufgebaut und Laien (nicht theologisch
gebildete) arbeiten an verantwortlicher Stelle mit.
Natürlich sind die Kirche und ihre Glieder nicht fehlerlos oder gar perfekt.
Entscheidend ist jedoch, dass sie in Jesus Christus ein großartiges Ziel für ihr
Leben gefunden haben. Das macht sie so dankbar und froh, dass sie gar nicht
anders können, als es mit andern zu teilen. Darum nochmals, herzlich willkommen!